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Der Umsetzungspower-Blog: Für alle, die mehr aus ihrem Leben machen wollen!

Was unterscheidet eigentlich die Leute, die zufrieden und erfolgreich sind, von denen, die ihre Ziele nie – oder nur schleppend – erreichen? Hier blogge ich über Persönlichkeit, Verhalten, Struktur und die Tipps, die einen Unterschied machen.
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Warum viele Menschen kritisieren, und Sie wahrscheinlich keine Ausnahme sind!

Fotolia 44695703 XS 2Es gibt Tage, da kritisieren wir rechts und links, meinen manchmal sogar noch, etwas Gutes dabei zu tun. Endlich hat man mal Klartext geredet!

Auch in meinen Seminaren erlebe ich es ständig: Die Teilnehmer sind mit Kritik schnell bei der Sache. Sie beklagen sich über ihr Unternehmen, miese Rahmenbedingungen, Druck und was sonst noch alles. Klar – Kritik muss raus, und auch das „Prinzip Klartext" ist ein guter Anspruch – doch die Balance zwischen Kritik und Wertschätzung stimmt einfach nicht mehr. Wir haben alle ein überaktives Kritik-Gen in uns, ich nehme mich da nicht aus.

 

Glauben Sie auch, dass Kritik weiterbringt?

Vordergründig ist Kritik gut gemeint: Wenn man sagt, was einen stört oder am anderen negativ auffällt, weiß der, woran er ist und kann was ändern. Etwas verbessern, ausbügeln oder an sich arbeiten.In gewissem Maß stimmt das auch, nämlich dann, wenn die Kritik konkret und mit einer wertschätzenden Haltung verbunden ist. Dann kann „konstruktives Feedback", wie es neudeutsch heißt, eine positive Wirkung haben. KRITIK ist aber meist gerade nicht wertschätzend, sondern sie zeigt dem anderen auf „Da stimmt was mit dir nicht/da machst du gerade was falsch/da stört mich was an dir". Wenn Sie mit Kritik immer auf das zeigen, was negativ ist, hat das sofort negative Konsequenzen für den anderen:

Grund 1: Die Motivation sinkt
Denken Sie mal, wie es Ihnen selbst geht, wenn Sie mit Kritik konfrontiert werden: Das ist kein schönes Gefühl! Man wird niedergedrückt. Je nachdem, wie Sie drauf sind, werden Sie niedergeschlagen, aggressiv oder geraten in die Defensive. Vielleicht schämen Sie sich oder ein schlechtes Gewissen meldet sich … So oder so: Wenn Negatives ins Rampenlicht gerät, fühlt sich das richtig schlecht an. Zu viel Kritik führt in vielen Fällen sogar zu einer inneren Blockade und Lustlosigkeit. „Warum soll ich mich anstrengen, wenn ich eh nur einen draufkriege?"

Grund 2: Zu viel Kritik schwächt das Selbstbewusstsein oder macht aggressiv
Kommt die Kritik geballt, ob vom Chef, dem Partner oder anderen Personen, dann sinkt nicht nur die Motivation, auch das Selbstbewusstsein leidet massiv darunter. Wer zu oft kritisiert wird, der glaubt nicht mehr an die eigenen Fähigkeiten. In einem meiner Coachings habe ich eine Frau erlebt, die sich überhaupt nichts mehr zugetraut und ständig an sich gezweifelt hat. In so einer emotionalen Verfassung kann man keinen guten Job machen.

Grund 3: Zu viel Kritik macht unselbstständig
Viele Führungskräfte beklagen sich darüber, dass ihre Mitarbeiter unselbstständig sind und wegen jeder Kleinigkeit ins Büro reinschneien. Wer ständig kritisiert wird, muss sich absichern, um ja nicht wieder Kritik einstecken zu müssen. Als Führungskraft bewirken Sie mit Ihrer Kritik oft das Gegenteil. Die Mitarbeiter werden immer unselbstständiger und Sie kriegen immer mehr zu tun.
Es ist also ein Irrglaube, dem wir aufsitzen, zu meinen, dass viel Kritik andere Menschen in Bewegung oder gar voranbringt. Die Folgen sind Frust, Lustlosigkeit und manchmal sogar Passivität!

Wir sind alle von Erwartungen geleitet – und stülpen die nur zu gerne über...

Kritik hat übrigens oft ihren Ursprung in den eigenen Erwartungen. Jeder von uns ist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem bestimmte Regeln galten und wir haben alle unseren eigenen Maßstab von „so gehört sich etwas". Wir haben gelernt, was geht oder nicht geht. Und wir haben immer auch unsere eigenen Werte und Vorstellungen, wie was zu sein hat.Mit diesen Erwartungen begegnen wir anderen Menschen. Werden sie nicht erfüllt, gibt's einen Grund zu kritisieren: „Warum haben Sie nicht dieses oder jenes gemacht!", „Ich an Ihrer Stelle würde...!", …Achten Sie mal die nächsten Male, wo Ihnen was gegen den Strich geht oder Sie verletzt: Steckt da gerade eine eigene Erwartung dahinter, die enttäuscht wird?

Sind wir unter Druck und schlecht drauf, finden wir mehr Haare in der Suppe …

Wieviel Kritik Sie verschleudern, hängt ganz entscheidend von Ihrer momentanen emotionalen Verfassung ab. Wenn Sie schlecht drauf sind oder zeitlich unter Druck stehen, braucht es nur wenig und das Fass läuft über.Das sind die Momente, wo die Kritikkeule ausgepackt wird: Rummäkeln, anpampen, „stinkig sein", mitunter wegen Kleinigkeiten. Ihre emotionale Verfassung hat also einen entscheidenden Einfluss drauf, wie viel Sie kritisieren und ob Sie ständig noch ein Haar in der Suppe finden.
Die gute Nachricht: Meistens ist einem bewusst, wenn man gerade nicht so gut drauf ist. Vielleicht gehören Sie sogar zu den Menschen, die sich in solchen Momenten über sich selbst wundern. Merken Sie das nächste Mal, dass Ihnen die Kritik schneller von der Zunge rollt, dann beißen Sie sich ruhig mal drauf.

„Aber ich will doch nicht schönreden!"

"Hand aufs Herz! Natürlich gibt es Punkte, die müssen Sie ansprechen, wenn beispielsweise etwas nicht so läuft, wie es besprochen war oder wenn Regeln nicht eingehalten werden.Damit konstruktive Kritik überhaupt wirken kann, braucht es aber eine Basis und die heißt WERTSCHÄTZUNG. Vielleicht runzeln Sie jetzt die Stirn. Ich versichere Ihnen: „Wertschätzung ist kein Psychokram!" Nur wenn es Ihnen gelingt, wertschätzend zu sein, dann bringen Sie Dinge wirklich in Bewegung.

Und da sind wir uns einig: Wertschätzung heißt keineswegs, die Dinge schönreden. Wertschätzung heißt ganz konkret die Punkte ansprechen, die positiv sind, anstatt allgemeinen Floskeln wie „Super" oder „Toll" zu verwenden, mit denen eh keiner etwas anfangen kann.
So nun ist es an Ihnen!

Bringen Sie Wertschätzung und Kritik in eine sinnvolle Balance und Sie werden mehr bewirken.

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