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Aufschieberitis - so lernen Sie auch unangenehme Dinge lieben!

Fotolia 80816230 XS 2Die meisten Menschen kennen das, wir schieben Aufgaben so lange vor uns her, bis es nicht mehr geht. Kurz vor knapp bricht dann Hektik aus, werden Überstunden gemacht – irgendwie kriegt man es dann doch noch hin.

Obwohl wir das alles schon genau wissen, schieben wir fröhlich weiter auf und lassen es darauf ankommen.

 

Aber warum schieben wir eigentlich auf?

Wir schieben auf, weil uns Aufgaben unangenehm sind. Und das ist eine ganz individuelle Sache: Der eine schiebt die Vorbereitung der Präsentation auf, der andere ein wichtiges Telefonat oder das wichtige Akquisegespräch.

Jetzt wird es spannend, denn die eigentlich interessante Frage ist doch:
Was macht eine Aufgabe zu einer unangenehmen Aufgabe?

Es gibt drei Kriterien:

  • Wir haben Sorge, es könnte etwas Unangenehmes dabei herauskommen.
  • Wir haben keine Lösung parat und es braucht Zeit, uns in die Sache reinzudenken.
  • Wir haben inhaltlich keinen Spaß daran („Langweilig!“).

Das können wir uns zunutze machen!

 

Ermitteln Sie immer erst den Auslöser!

Anstatt sich zu motivieren, zu ködern oder gar mit unguten Konsequenzen zu leben, wenn Sie wieder nicht rechtzeitig dran sind, schauen Sie näher hin: Welches Kriterium löst das Unangenehm-Gefühl aus?

Bei mir war in den letzten Jahren die Steuererklärung der wunde Punkt. Ich habe sie gehasst, geschoben bis es gar nicht mehr ging. Manchmal habe ich sogar schon etwas früher angefangen, dann wieder aufgehört und letztlich gab ich sie doch auf den letzten Drücker ab.

Dann habe ich gemerkt, dass es einen zentralen Punkt für mein Aufschieben gab: Während ich schon beim Eingeben der Zahlen war, fehlten immer wieder bestimmte Unterlagen und Belege usw. und deshalb ich konnte die Aufgabe nicht abschließen. So was bremst auf ganzer Linie aus und die Steuererklärung zog sich wie Kaugummi, weil ich dauernd noch was suchen und nachfragen und immer wieder alles in die Hand nehmen musste.

Es lag also nicht einfach daran, dass ich die Steuererklärung nicht mag. Sondern ich konnte mit dem Auslöser eine simple Gegenmaßnahme ergreifen: Ich habe eine Checkliste erstellt, mit der ich alle Handgriffe in sinnvoller Reihenfolge niedergelegt habe. Damit stelle ich sicher, dass ich nahtlos in einem Rutsch arbeiten kann. Plötzlich hat die Steuererklärung ihren Schrecken verloren. Ich arbeite die Punkte Schritt für Schritt ab und bin rechtzeitig fertig. 

 

Packen Sie das Unangenehme an der Wurzel!

Bestimmt ist Ihnen gleich was eingefallen, das Sie auch gerne schieben. Das sind manchmal regelmäßige Dinge, wie die Steuererklärung. Es kann aber auch ein einzelnes Vorhaben sein, zum Beispiel „den Keller entrümpeln“, „die Ablage machen“, „Gehaltsgespräch mit Chef führen“.

Wenn Sie merken, dass Sie schieben, fragen Sie sich: Welches der Kriterien ist der Auslöser (das können natürlich in Einzelfällen auch mehrere sein)? Und forschen Sie etwas konkreter nach, was dahintersteckt, z. B.

Sorge, es könnte etwas Unangenehmes rauskommen?
Schreiben Sie Ihre Befürchtungen auf und klopfen Sie sie realistisch ab. Meistens sehen wir nämlich völlig unnötig Schwarz. Aber auch, wenn Sie realistisch sind: Wenn Sie die negativen Erwartungen beim Namen nennen, verlieren sie ihre Emotionalität. Sie können sich besser darauf vorbereiten und bekommen die Situation unter Kontrolle.

Keine Lösung, muss mich großartig reindenken!
Hier müssen Sie Struktur reinbringen. Immer erst für Übersicht sorgen, zum Beispiel mit einer hilfreichen Checkliste wie meiner. Sie können sich aber auch schon bestens helfen, wenn Sie sich Fragen stellen: Also alle Unklarheiten, die Sie haben oder was Sie meinen, klären zu müssen, erst mal auflisten. Damit nehmen Sie die Zügel in die Hand und auch wenn es wirklich um eine komplexe Sache gehen sollte, können Sie sie nun systematisch runterbrechen.

Macht mir keinen Spaß, finde ich langweilig!
Ja, das ist nicht so einfach. Gut ist, dass wir manchmal Sachen nicht mögen, weil tatsächlich die oberen beiden Kriterien zutreffen. Natürlich hat man keinen Spaß, etwas anzupacken, von dem man ungute Konsequenzen erwartet oder nicht weiß, wo man anfangen soll. Oft löst sich also das mit dem „langweilig“ in Wohlgefallen auf. Und wenn nicht, dann finden Sie einen Zusatznutzen: Zum Beispiel die Ablage gründlich, aber besonders schnell zu erledigen, wie eine Art Wettkampf mit sich selbst oder einen Verbündeten suchen, mit dem Sie gemeinsam viel mehr Spaß haben.

Sie sehen: Der Clou bei der Aufschieberitis ist immer, die Auslöser zu finden. Denn mit herkömmlichen Motivations- oder Aufraffmethoden kämpfen Sie immer gegen sich selbst. Auf diese Weise arbeiten Sie mit sich.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung! 

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